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Pilotprojekt: Ein Pfarrer für Ahaus und Alstätte

Generalvikar stellt Gremien neues Leitungsmodell ohne Fusion vor

Ahaus (pbm/gun). Die beiden Pfarreien St. Mariä Himmelfahrt in Ahaus und St. Mariä Himmelfahrt in Alstätte, wozu auch Ottenstein gehört, werden künftig einen leitenden Pfarrer haben. Den Rahmen für das neue Leitungsmodell haben der Generalvikar des Bistums Münster, Dr. Klaus Winterkamp, Karl Render, im Bischöflichen Generalvikariat zuständig für das Seelsorgepersonal, sowie Frank Vormweg, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, am 6. Juli den Gremienvertretern – Kirchenvorstände und Pfarreiräte - vorgestellt. Die beiden Pfarreien bleiben selbstständig und sollen ihr eigenes Gemeindeleben behalten. Ein möglicher neuer Pfarrer für Ahaus und Alstätte wird sich noch vor den Sommerferien den Gremien in einem Kontaktgespräch vorstellen.

Die Überlegungen waren notwendig geworden, nachdem Pfarrer Heinrich Plaßmann vor einiger Zeit seinen Abschied von Ahaus bekanntgegeben hatte. Pfarrer Matthias Wiemeler zog nach, er wechselt im Herbst von Alstätte nach Hörstel. „Die Zeit der Vakanz, aber auch die Frage der künftigen personellen Situation stellt uns vor neue Herausforderungen“, erklärte Winterkamp. In der Personalkonferenz habe man deshalb intensiv über eine zukunftsfähige Perspektive nachgedacht: „Wir sind zu dem Entschluss gekommen, mit Ihnen gemeinsam ein Pilotprojekt zu starten, das auch für andere Pfarreien unseres Bistums erforderlich sein wird“, ergänzte der Generalvikar.

Wie genau das neue Leitungsmodell aussehen wird, werde sich im Prozess zeigen: „Es gibt kein festes Konzept“, betonte Winterkamp. Er appellierte an die ehrenamtlichen Gremienvertreter, ihr Mitspracherecht bei der Entwicklung neuer Ideen wahrzunehmen. Fest stehe, dass dieses Modell ein von vielen Seiten gefordertes Abflachen der hierarchischen Strukturen zur Folge haben werde.

Frank Vormweg empfahl den Ahausern ein schrittweises Vorgehen, unterbrochen von Reflexionen. Wann immer die Pfarreien es anfragen würden, werde sich das Bistum in den Prozess einbringen: „Wir lassen Sie nicht allein“, versprach Vormweg. Gleichzeitig hob er aber auch noch einmal den Wunsch nach einer partizipativen Herangehensweise hervor: „Sie sind souverän im Handeln, wir schreiben Ihnen nichts vor.“

Dass er kein fertiges Konzept aus der Schublade ziehe, sei gewollt und in der Verschiedenheit der Pfarreien im Bistum begründet, sagte Winterkamp abschließend: „Es gibt keine Einheitslösung, die für alle passt.“ Der Generalvikar und ebenso Karl Render sicherten den Ahausern eine professionelle Begleitung seitens des Bistums zu.