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Bildstöcke in Ottenstein

Marienkapelle Ottensteiner Friedhof

Zum Ursprung der Kapelle

Es ist ein altes Schriftstück „Reminiszensen…“ Erinnerungen die Herkunft ist unbekannt aufgetaucht. Es könnte aus der Zeit 1860 Bis 1870 stammen und beschreibt Begebenheiten, die sich um unsere Friedhofskapelle abgespielt haben sollen.

An der Gabelung des Weges Dömern- Vreden wurde 1748 ein Wegkreuz errichtet mit der Sockelinschrift: Christi Mutter stand mit Schmerzen… Es gibt mehrere Sagen und Geschichten zu der Entstehung der Kapelle.

Diese Überlieferung ist eine davon.

Nach einer Überlieferung soll einem Gerving (Garver mit Beinamen – der Besitzer des Hauses von Wilhelm Cordes – Gerving, Bürgermeister Terhalle, Cordes, so die Reihenfolge der Besitzer des Hauses am Vredener Tor) die Mutter Gottes erschienen sein, und zwar an der Gotte ( Brücke bei der Dues-Fabrik) und denselben aufgefordert haben, eine Kapelle über dem zu erbauen, mit den Worten: Ich möchte gern Obdach haben. Derselbe soll es der  Mutter Gottes versprochen und den Bau bewerkstelligt haben. Als man sich über den Eingang der Kapelle uneinig war und denselben nach Westen verlegte, damit es sich wie gehört, die hl. Messe nach Osten gewendet gelesen werden konnte, seien am anderen Morgen Mörtel und Steine ausgehoben gewesen, welches man als Weisung des Himmels betrachtete, den Eingang in die Kapelle auf der Ostseite zu lassen.

Die Inschrift des Steines oberhalb der Tür besagt das Gelübte (Versprechen des Gerving):

Ex pio voto sit haec aedes in honorem salvatoris Domini nostri Jesu Christi et beatae Mariae Virginis dolorissimae matris eius.(cedificata).

Einem frommen Gelübte gemäß möge dieses Gebäude zu Ehren unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus und der Jungfrau Maria, seine schmerzhaften Mutter,… erbaut sein.

Diese Kapelle, 1791 erbaut, wurde damals schon fleißig von der Gemeinde Ottenstein besucht. Der Friedhof war zu dieser Zeit noch um die Pfarrkirche. Erst  später (1808) hat man den Boden um die Kapelle aufgefahren und den Friedhof hierhin verlegt. Die Urgroßmutter des Franz Schnell, Vredener Straße, war die erste Leiche auf demselben. Die Prozession, welche in früheren Jahren vor dem Kulturkampf, von Hengelo-Twente, Oldenzaal und Enschede sowie Alstätte nach Stadtlohn pilgerten, besuchte auch unsere Kapelle.

Es ranken sich einige Geschichten um Krankenheilung und Gebetserhörungen um die Kapelle. Diese sind aber niemals eidlich bezeugt noch aufgeschrieben worden.

Zu den Begebenheiten hat sich Pfarrer Rensing an die bischöfliche Behörde gewannt und hat den Auftrag erhalten ein „ewiges Licht“ in der Kapelle zu unterhalten, doch ist die Sache eingeschlafen, weil die Unterhaltung des Lichtes ihm zu umständlich oder, wie man  sagte, der Pfarrer zu sparsam gewesen sei. Ja, er hätte nicht einmal erlaubt, dass mehr als 2 Wachskerzen auch an den höchsten Festtagen auf dem Altare in der Kirche angezündet wurden. Pfarrer Rensing war von 1795 – 1840 Pastor von Ottenstein). Pfarrer Schorhein (In der Chronik als Anton Schorsin benannt), von Vreden gebürtig, hat sich später bemüht, den vollkommenen Ablaß in der Allerheiligen-Oktav für die Kapelle zu bekommen. Pater Adolphus Wesker widmet dieses Schriftstück dem Pfarrer zu Ottenstein mit der Bitte um Korrektur und Abschrift fürs Pfarrarchiv.

Im Jahre 2008/2009 wurde die Kapelle komplett renoviert. Dabei wurden die Toten-Kreuze von den gefallenen Soldaten entfernt und neue Bronzetafeln, gestiftet vom „Ottensteiner Schützenverein“ mit den Namen aller gefallenen und vermissten Soldaten zum Gedenken angebracht. Gleichzeitig wurde ein neuer Rauchfang für die Opferkerzen eingebaut.